Asomatognosie

Asomatognosie bezeichnet ganz allgemein das Phänomen des Nichtwissens eines Menschen um seinen eigenen Körper, wobei es krankheitswertig zu einem Verlust der Wahrnehmung oder des Gefühls der Zugehörigkeit eigener Körperteile kommt. Asomatognosien betreffen entweder nur eine oder beide Körperseiten, doch entsteht diese am häufigsten durch eine Schädigung des rechten Parietallappens – oft in Folge eines Hirninfarkts -, wobei dann die linke Körperseite davon betroffen ist. Der Parietallappen spielt für die Verbindung sensorischer Informationen aus einzelnen Sinneskanälen eine wichtige Rolle und ist so sowohl an der Raumwahrnehmung als auch an der Körpernavigation beteiligt. Der Scheitellappen ermittelt dabei die Umgebung und baut die so berechneten Umgebungsbilder in die motorische Strategie ein. Betroffene Menschen empfinden dabei einen Abschnitt ihres Körpers so intensiv nicht mehr als zugehörig, sodass wegen der dann fehlenden Einsicht der Erkrankung eine Behandlung schwierig ist. Die Einsicht in die Erkrankung ist somit der erste Ansatzpunkt jeder Behandlung, wozu in der Regel druch eine psychotherapeutische Intervention die Betroffenen regelmäßig an das Defizit erinnert werden sollen.

Quelle

http://symptomat.de/Asomatognosie (16-11-21)





Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017