Gehirnatrophie

Gehirnatrophie bezeichnet einen Schwund von Gehirnmasse, ist in gewissem Umfang eine normale Alterserscheinung und wird daher auch senile Demenz genannt. Das Gehirn verliert beim Altern an Masse und Volumen, und zwar schon ab dem zwanzigsten Lebensjahr sterben täglich bis zu einhunderttausend Gehirnzellen ab.

Ein übermäßiger Schwund ist jedoch auch im Alter nicht die Regel und steht mit verschiedenen Erkrankungen in Zusammenhang, etwa Entzündungen, die durch bakterielle und virale Prozesse ausgelöst werden, multipler Sklerose, Intoxikationen, Stoffwechselerkrankungen, Durchblutungsstörungen oder Sauerstoffunterversorgung. Gehirnatrophie triktt auch bei Alkoholismus und anderen Suchterkrankungen auf. Die häufigsten Ursachen sind jedoch neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Morbus Pick.

Atrophische Veränderungen betreffen entweder die graue Substanz (cortikale Atrophie), die weiße Substanz (subcortikale Atrophie) oder als diffuse Atrophie eine allgemeine Rückbildung des Gehirns. Charakteristisch für die Gehirnatrophie sind vor allem neurologische Defizite, wobei vor allem die Bewegungsfähigkeit, die Sprachfähigkeit, die kognitiven Fähigkeiten oder die Wahrnehmungsfähigkeit betroffen sind.

Diagnostiziert werden Gehirnatrophien mittels bildgebender Verfahren wie der Magnetresonanztomographie.

Gehirnatrophien lassen sich weder aufhalten noch rückgängig machen, sodass sich eine Behandlung auf die Hilfe beim Umgang mit der Erkrankung konzentriert, häufig in Form einer psychotherapeutischen Betreuung. Ungeklärt ist, ob atrophische Veränderungen durch regelmäßiges geistiges Training verringert werden können.





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