Statistik

Unter dem Begriff Statistik werden ganz allgemein Methoden zur Darstellung und zur Beurteilung von Daten zusammengefasst, wobei man sich dabei um mathematisch beschreibbare Gesetzmäßigkeiten bemüht, die für die aus Einzelerscheinungen gewonnen Daten Gültigkeit besitzen. Die Statistik kann bei der Auswertung empirischer Untersuchungen in der Psychologie, Medizin, Pädagogik, Soziologie und in den angrenzenden Wissenschaften ein hilfreiches methodisches Instrumentarium sein.

Die Statistik ist für die Psychologie, insbesondere die empirische Psychologie, eine zentrale Hilfswissenschaft, wobei die Anwendung der statistischen Methoden dabei Kenntnisse in der jeweiligen Fachwissenschaft und in der Statistik erfordert, sodass in der Ausbildung von Psychologen und Psychologinnen zahlreiche Lehrveranstaltungen sich mit den einschlägigen Grundlagen beschäftigen.

Die psychologische Statistik hat eine lange Tradition. Die Grundlage aller Statistik ist die Beobachtung empirischer Sachverhalte und die Erzeugung von Daten aufgrund solcher Beobachtungen.  Zur Statistik gehören auch die wissenschaftstheoretische Diskussion des Konzepts der empirischen Wissenschaft Psychologie und alle Fragen, was denn unter wissenschaftlicher Beobachtung zu verstehen ist bzw. wie solche Beobachtungen durchgeführt werden können, wie aus diesen Beobachtungen Daten erzeugt werden können bzw. welche Eigenschaften diese Daten haben müssen, damit sie für die wissenschaftliche Forschung nutzbar sind.

Man unterscheidet zwischen deskriptiver Statistik und Inferenzstatistik, wobei die deskriptive Statistik die übersichtliche Darstellung und Zusammenfassung von  Beobachtungsergebnissen ermöglicht. Die deskriptive Statistik umfassf das Erheben, Ordnen, Aufbereiten und Darstellen von Daten sowie das Bestimmen von Kennwerten für dieses Datenmaterials und deren Interpretation. Die beschreibende Statistik versucht daher, die sonst für den menschlichen Verstand unüberschaubare Mengen an Daten aufzubereiten, indem sie diese geordnet, gruppiert, extrahiert und verdichtet. Diese beschreibende Statistik befähigt daher, das Allgemeine, Typische einer statistischen Menge zu erkennen. Die Inferenzstatistik, auch schließende, schlussfolgernde, operative, analytische, Prüfstatistik hat die Aufgabe, Verfahren für den Schluss von den Ergebnissen einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit bereitzustellen, beschäftigt sich also mit der Frage von Ursache und Wirkung. Häufig erfolgt dabei ein Schluss von der Stichprobe auf eine Grundgesamtheit, also ein Schluss vom Besonderen auf das Allgemeine (Population oder Grundgesamtheit).

Literatur

Clauß, G., Finze, F.-R. & Partzsch, L. (2004). Statistik. Für Soziologen, Pädagogen, Psychologen und Mediziner. Frankfurt am Main: Harri Deutsch.
Schilling, O. (1998). Grundkurs: Statistik für Psychologen. München: Fink.




Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017