psychogenes Fieber

Das psychogene Fieber ist eine seltene Form erhöhter Temperatur, die durch psychosomatische Vorgänge ausgelöst werden kann. Fieber ist für Menschen ein geläufiges Beschwerdebild, wobei man meist eine klare Ursache wie eine Infektion feststellen kann und dessen Dauer überschaubar ist.
Es gibt jedoch auch psychische ausgelöstes Fieber, das meist keine dramatische Temperaturerhöhung aufweist (Temperaturerhöhungen zwischen 37,5°C und 38°C, seltener bis 40°C), nichtsdestoweniger für die Betroffenen beunruhigend sein kann. Im Gegensatz zum organisch bedingten Fieber besteht bei der psychogenen Temperaturerhöhung häufig eine kühle und blasse Gesichtshaut, eine normaler Puls und eine normale Atemfrequenz. Meist leiden die Betroffenen auch unter weiteren Störungen des Befindens, fühlen sich müde und erschöpft. Diese Form des Fiebers reagiert in der Regel weder auf fiebersenkende Medikamente noch auf Kühlung wie das alte Hausmittel Wadenwickel. Man vermutet hinter psychogenem Fieber psychische Belastungen, die nicht adäquat verarbeitet worden sind, und manchmal findet sich schon in der Kindheit eine entsprechende oft erlernte Reaktionsbereitschaft auf Belastungen, die dann bei Erwachsenen bei Konflikten in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz wieder aktiviert und sichtbar wird.





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