Achromatopsie

Achromatopsie ist Sehstörung beim Farbsehen, zurückzuführen auf eine Funktionsstörung der Zapfen bei der Bildung der Sehpigmentet.  Manche Betroffene können zwar Farben identifizieren, was möglicherweise auf eine Restaktivität der Zapfen im Blau-Violetten Bereich oder aber nur auf die Anpassungsfähigkeit und das Wissen der Betroffenen über Farben zurückzuführen ist, sodass Farbzuordnungen möglich sind.
Die Farben des Lichtspektrums einfach in Grautöne zu konvertieren um eine Vorstellung von der Farbwahrnehmung eines Achromaten zu haben ist  jedoch nicht möglich, da die Stäbchen eine höhere Empfindlichkeit im  blau-grünen Bereich haben, sodass Rot von Achromaten als sehr dunkel empfunden wird. Achromaten haben in der Regel auch eine geringere Sehschärfe, d. h., Gegenstände, die ein Normalsichtiger aus zehn Meter Entfernung noch scharf sehen kann, kann ein Achromat also erst aus etwa ein Meter Entfernung scharf sehen. Die Ursache liegt darin, dass der gelbe Fleck, der zentralen Fokuspunkt der Netzhaut und Punkt des schärfsten Sehens, bei Achromaten weder Zapfen noch Stäbchen enthält. Außerhalb des gelben Flecks ist zwar eine große Anzahl von Stäbchen vorhanden, diese sind aber in Gruppen zusammengeschaltet, um die Empfindlichkeit für Lichtreize insbesondere im Dunkeln zu erhöhen. Die  geringe Sehschärfe kann  durch eine Brille nicht ausgeglichen werden, wobei eine oder auch mehrere spezielle Brillen oder getönte Kontaktlinsen aber notwendig sind, um die starke Blendungsempfindlichkeit auszugleichen.

Quelle
http://www.laborlexikon.de/achromatopsie/krankheit/03b-achromatopsie.htm (12-10-10)





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