Gedächtnispalast

Der Gedächtnispalast ist eine Mnemotechnik, bei der man sich einen Palast räumlich mit allen Ecken und Winkeln vorstellt, in die man sortiert seine Erinnerungen ablegt und sie bei Bedarf gezielt wieder herausholen kann. Diese Merkstrategie ist über 2.000 Jahre alt und hat ihren Ursprung in einer strukturellen Entwicklung aus der Loci- und Routen-Methode der antiken römischen und griechischen Rhetorik-Schulen. Ziel dabei ist es, Schlüsselbegriffe einer Rede mit bestimmten Orten zu verbinden (Loci-Methode) und diese Orte in einer einzigen während der Rede dann mental abzugehenden Route zu merken (Routen-Methode). Am besten funktioniert es mit Orten, an denen man sich auskennt, wobei die eigene Wohnung oft ein guter Anfang sind. Sie muss nicht über unzählige Zimmer verfügen, es reicht, wenn man jede Schublade und jedes Regalfach vor Augen hat. Generell gilt, dass sich Bilder leichter merken lassen als trockene Fakten, und je lebhafter, skurriler und ungewöhnlicher solche Bilder sind, desto einfacher bleiben sie auch im Gedächtnis hängen. Einen Gedächtnispalast aufzubauen ist eine zeitaufwändige Methode und ihn später nutzen zu können erfordert Übung und ständigen Gebrauch, da sonst die Orte und Routen verloren gehen.





Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017