Psychotizismus

1. Definition
„Dieses Syndrom [Psychotizismus] umfaßt Aspekte (traits) der Persönlichkeit wie Egozentrismus, Gefühlskälte, Nonkonformität, Aggressivität und Impulsivität“ (Güttler, 2003, S. 18).
2. Definition
„Der Typenfaktor Psychotizismus (H.J. Eysenck, 1992) umfasst nach Eysenck ein Kontinuum von normalem und angepasstem über kriminelles und psychopatisches Verhalten bis hin zu psychotischen Erkrankungen (u.a. Schizophrenie) mit Realitätsverlust und starken Störungen im Denken, Fühlen und im Verhalten. Angewandt auf Personen ohne eine psychiatrische Diagnose beschreibt Psychotizismus somit unsozialisiertes, ungewöhnliches, wenig kontrolliertes und »seltsames« Verhalten“ (Amelang, Bartussek, Stemmler & Hangemann zit. nach Eysenck, 2006, S. 268).
3. Definition
„Leute, die bei dieser Dimension [Psychotizismus] einen hohen Wert haben, neigen dazu, einsam, empfindungslos, sorglos um andere und in Opposition zu akzeptierten sozialen Gebräuchen zu sein“ (Pervin, 1993, S. 310).
4. Definition
„Psychotizismus ist nach Eysenck definiert durch Beschreibungen wie kalt, unpersönlich, feindselig, gefühlsarm, antisozial, egozentrisch“ (Laux zit. nach Eysenck, 2008, S. 179).
5. Definition
„Psychotizismus, ein von Eysenck  (1968) dimensionsanalytisch (citerion analysis) ermittelter Faktor, der drei Gruppen von normalen, schizophrenen und manisch-depressiven Pbn voneinander differenzierte (mit zunehmenden Punktwerten in dieser Reihenfolge). Tests des P. sind z. B. Beurteilen räumlicher Distanzen, Lesegeschwindigkeit, Anspruchsniveau beim Spiegelzeichnen, Addieren von Zahlen Reihen (Amelang, 1980, S. 1821 f).

Literatur
Amelang, M. (1980). Psychotizismus. In W. Arnold, H.J. Eysenck & R. Meli (Hrsg.), Lexikon der Psychologie. Dritter Band. Psychodrama – ZZ. (S. 1821-1822). Freiburg: Verlag Herder Freiburg in Breisgau.
Amelang, M., Bartussek, D., Stemmler, G. & Hangeman, D. (2006). Differenzielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer GmbH.
Güttler, P. (2003). Sozialpsychologie. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH.
Laux, L. (2008). Persönlichkeitspsychologie. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer GmbH.
Pervin, L.A. (1993). Persönlichkeitstheorien: Freud, Adler, Jung, Rogers, Kelly, Cattell, Eysenck, Skinner, Bandura u.a.. München: Verlag Ernst Reinhardt.




Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017