discovery learning

Jerome S. Bruners Ansatz des Entdeckungslernens oder discovery learning sollen Lernende befähigen, vor allem selbstständig Probleme zu lösen, wobei dies dadurch bewerkstelligt wird, indem sie mit Problemstellungen konfrontiert werden. Das führt zu deren Bearbeitung, in der entsprechende Kompetenzen aufgebaut werden können. Bruner knüpft dabei an John Dewey an, dessen fünf Stufen des Lernprozesses auch für die konstruktivistische Didaktik bis heute zentral sind.

Ein Kennzeichen des entdeckenden Lernens ist, dass der Lernende eigenen Erklärungen von Phänomenen entwickelt,  neue Denkwege erkundet und eigene Heuristiken erarbeitet, die das Problem eines Themas bestimmen. Beim entdeckenden Lernen ist das Zentrale die Aufzeichnung des Weges und nicht so sehr die Lösung der Aufgabe. Da die SchülerInnen meistens keine perfekten Lösungen erarbeiten, kann diese Unterrichtsmethode nur begrenzt eingesetzt werden.

Das Entdeckungslernen erweist sich in der Schule dann als effektiv, wenn diese Unterrichtsmethode regelmäßig eingesetzt wird, die Zeit zunimmt, die zwischen dem Lernen und Prüfung durch eine Transferaufgabe liegt, die Schwierigkeit der Transferaufgabe wächst, der Lernende über ein eher geringes Vorwissen verfügt oder geringe Fähigkeiten mitbringt.

Literatur

Bruner, J. S. (1967). On knowing: Essays for the left hand. Cambridge, Mass: Harvard University Press.




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