Ich-Bewusstsein

Das Gefühl, man selbst zu sein, also das Ich-Bewusstsein, ist nach Ansicht vieler Wissenschaftler bloß eine Simulation des Gehirns, ein inneres Modell der Welt mit vielen Schichten. Das Gehirn berechnet dabei aus allen Informationen, die ihm zur Verfügung stehen, was die beste Hypothese, die wahrscheinlichste Variante der Wirklichkeit ist und präsentiert diese dem Individuum. Was man also subjektiv erlebt, ist letztlich nicht Realität, sondern virtuelle Realität, also nur eine Möglichkeit unter vielen möglichen Realitäten.

Natürlich existieren der physische Körper und eine Außenwelt, wobei diese Annahme streng genommen stets nur eine mehr oder minder plausible Hypothese sein kann. Da aber diese virtuelle Realität seit Millionen von Jahren existiert und bei Lebewesen funktioniert, ist es offenbar ein recht gutes Modell der Wirklichkeit, denn das Leben hat bis heute damit recht gut überlebt. Im Grunde haben Lebewesen keine andere Möglichkeit, sich und die Realität zu erleben.





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