Furcht

Furcht als Affekt oder Gefühlszustand unterscheidet sich von der allgemeinen Angst dadurch, dass bei der Furcht eine mehr oder minder klare Bedrohung wenn nicht Lebensbedrohung vorhanden sein muss, wobei eine solche konkrete Furcht meist im Zusammenhang mit körperlichen Erscheinungen, etwa an den Atmungsorganen oder am Herzen, auch an den Verdauungs- und Harnorganen steht. Furcht ist daher das Gefühl einer konkret fassbaren Bedrohung bzw. bezeichnet die Reaktion des Bewusstseins auf eine gegenwärtige oder vorausgeahnte Gefahr. Da Furch um Gegensatz zur Angst meist rational begründbar und wirklichkeitsgerecht ist, wird sie auch als Realangst bezeichnet. Bei einer solchen Bedrohung steuert die Amygdala im Gehirn das Angstempfinden, was an den Hypothalamus übermittelt wird und zur Ausschüttung des Stresshormons Cortisol durch die Nebennieren führt (Alarm-Reaktion).

Furchtsame, ängstliche Menschen sehen in vielen Augenblicken ihres Lebens eine Zukunft voller Schwierigkeiten und schwelgen während ihres gesamten Lebens in Worst-Case-Szenarien, die sich in vielen Fällen natürlich niemals verwirklichen, denn dann würde die Menschheit wohl von einer Katastrophe in die nächste taumeln. Zwar weiß man aus der Lernpsychologie, dass Furcht und Angst, wenn sie einmal gelernt ist, nur sehr schwer verlernt werden kann, denn Angst ist auf Grund evolutionärer Wurzeln aus gutem Grund sehr veränderungsresistent. Aber dennoch gilt prinzipiell, dass das Gehirn anpassungsfähig ist, also dass das Gehirn, wem es gelernt hat, ängstlich und furchtsam zu sein, es auch lernen kann, es nicht  zu sein.




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