QWERTY-Effekt

Der QWERTY-Effekt (QWERTZ-Effekt im Deutschen und AZERTY-Effekt im Französischen) beschreibt den Einfluss, den die Standardtastenbelegung auf der Schreibmaschinen- oder Computertastatur darauf hat, was Wörter und Texte in Menschen auslösen können. Dieser Effekt bestimmt nach Untersuchungen von Jasmin & Casasanto (2012) auch ein wenig mit, wie gut etwa ein Film gefällt oder welche Wörter man benutzt, um das zu beschreiben. Es kommt dabei darauf an, auf welcher Seite der Tastatur sich die verwendeten Buchstaben befinden, denn jene Wörter, die sich vorrangig aus Buchstaben der rechten Tastaturseite zusammensetzen, lösen positivere Gefühle aus als Wörter, in denen die linksseitigen Buchstaben der Tastatur dominieren. Man vermutet als Ursache, dass es einen Unterschied macht, welche Hand beim Tippen eines Wortes stärker beteiligt ist. Der Qwerty-Effekt zeigt übrigens sich auch im Spanischen und Niederländischen.
Es muss hinzugefügt werden, dass der Effekt wie viele psycholinguistische Phänomene sehr schwach ausfällt, denn ein Wort hat unabhängig von den darin enthaltenen Buchstaben auch eine starke semantische und lexikalische Bedeutung.

Literatur
Jasmin, K. & Casasanto, D. (2012). The QWERTY Effect: How typing shapes the meanings of words. Psychonomic Bulletin & Review, 19, 499-504.
Hansen, A. (2016). QWERTZ.  ZEIT Wissen Nr. 4/2016, 14. Juni 2016.




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