Citizen Science

Mit Citizen Science (Bürgerwissenschaft) wird im angelsächsischen Sprachraum eine Form der Wissenschaft bezeichnet, bei der Projekte unter Mithilfe oder komplett von interessierten Laien durchgeführt werden. Diese melden Beobachtungen, führen Messungen durch oder werten Daten aus. Immer mehr BürgerInnen unterstützen Forschende, indem sie messen, beobachten oder kartographieren. Sie arbeiten dabei ehrenamtlich in wissenschaftlichen Projekten mit und bereichern die Wissenschaft mit ihrem ganz speziellen Know-How und spannenden, neuen Sichtweisen.

Ein Beispiel ist etwa das Sparkling Science Programm des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, das seit 2007 damit einen unkonventionellen Weg der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung beschreitet. In den geförderten Projekten arbeiten WissenschafterInnen Seite an Seite mit Jugendlichen an aktuellen Forschungsfragen.

Citizen Science geht bis ins 18. Jahrhundert zurück, wobei einer der heute weltweit bekanntesten Citizen Scientists der in Tschechien geborene Mönch Gregor Mendel ist, der als Begründer der klassischen Genetik gilt. Als leidenschaftlicher Pflanzenkenner führte er u. a. Kreuzungsexperimente mit Erbsen durch, aus denen die Mendelschen Regeln hervorgingen, die darlegen, nach welchen Regelmäßigkeiten in einfachen Erbgängen eine Merkmalsausprägung erfolgt.





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