konzeptionelle Theorie des Bewusstseins

Die konzeptionelle Theorie des Bewusstseins beruht auf der Annahme von Lücken unbemerkter Reizverarbeitung. wonach das Bewusstsein lediglich in Zeitintervallen von bis zu 400 Millisekunden aktiv ist, während dazwischen Lücken unbewusster Reizverarbeitung liegen. Forscher der Universität Zürich haben Daten aus veröffentlichten psychologischen Experimenten und Verhaltensversuchen zusammengefasst und schlagen ein Modell der zweistufigen Informationsverarbeitung vor, wobei zuerst die unbewusste Stufe kommt, d. h., das Gehirn verarbeitet Merkmale von Gegenständen wie Farbe oder Form, und analysiert diese quasi kontinuierlich und unbewusst mit einer sehr hohen Zeitauflösung. Der Prozess vom Reiz bis zur bewussten Wahrnehmung kann dabei bis zu 400 Millisekunden dauern, was aus physiologischer Sicht eine beträchtliche Verzögerung bedeutet. Das Gehirn möchte durch diese Verzögerung die akkuratesten Informationen geben, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, denn eine instantane Information, d. h., die unbewusste beziehungsweise ungenaue Verarbeitung sofort bewusst zu machen, würde bloß verwirren. Im Gegensatz zur langjährigen Debatte über den kontinuierlichen beziehungsweise unterbrochenen Bewusstsseinsstrom, zeigt dieses zweistufiges Modell, wie das Gehirn das Bewusstsein erzeugt bzw. erklärt auch, wie das Gehirn Zeit verarbeitet und diese auf die Wahrnehmung der Welt abstimmt.

Quelle
http://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2016/Gehirn-erzeugt-Bewusstsein.html (16-04-12)




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