Schizotype Störung

Als schizotype oder auch schizotypische Störung bezeichnet man in der Psychiatrie eine Form der psychotischen Störung mit ungewöhnlichen Wahrnehmungserlebnissen sowie Denkstörungen, die allerdings nicht den Schwere- und Ausprägungsgrad einer Schizophrenie erreichen. Die Störung zeichnet sich durch Anomalien des Denkens und der Stimmung aus, die schizophren wirken, obwohl nie eindeutige schizophrene Symptome aufgetreten sind.

Die schizotypische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich aus durch ein tiefgreifendes Verhaltensdefizit im zwischenmenschlichen bzw. psychosozialen Bereich, was sich in Verhaltenseigentümlichkeiten, mangelnder Fähigkeit zu engen persönlichen Beziehungen und Verzerrungen in Denken und Wahrnehmung äußert. d. h., das Auftreten der Betroffenen wirkt meist schrullig und exzentrisch, was häufig zu einem unfreiwilligen sozialen Rückzug führt. Nur selten knüpfen Betroffene soziale Kontakte und es fällt ihnen schwer, diese aufrecht zu erhalten, da ihr Misstrauen gegen Menschen groß ist.

Möglich sind: ein kalter Affekt, Anhedonie, Tendenz zu sozialem Rückzug, paranoische Ideen (aber keine eigentlichen Wahnvorstellungen), zwanghaftes Grübeln, Denk- und Wahrnehmungsstörungen, gelegentlich Episoden mit Illusionen, akustischen oder anderen Halluzinationen und wahnähnlichen Ideen, meist ohne äußere Veranlassung. Meist lässt sich kein klarer Beginn für eine schizotype Störung feststellen.

Quelle
http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/psychosen/krankheitsbild/ (15-12-12)




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