Vampirismus

Der Vampirismus ist psychologisch bis heute wenig erforscht, wobei man in der traditionellen Psychologie Vampirismus als klassische Paraphilie einordnet, also eine von der Norm abweichende sexuelle Orientierung. Wissenschaftler vermuten heutzutage, dass die bislang diagnostizierten Diagnosen von der Depression bis zur Borderline-Störung viel zu kurz greifen und eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung die Ursache für dieses ungewöhnliche Verhalten ist. Vampirismus im sexuellen Bereich gilt als seltene Paraphilie mit Nähe zum Sadismus, wobei er dann als Form eines sexuellen Fetischismus betrachtet wird, dies macht jedoch nur dann Sinn, wenn das Blut und nicht das Beißen und Aussaugen eine sexuelle Erregung auslöst. In der Vampirismus-Szene zeigt sich der vampirische Fetischismus eher als Materialfetischismus etwa in Lederbekleidung u. ä., doch hier kann es auch zu Verwechslungen kommen, denn in vampiristischen Szenen ist oft auch Fetischismus im ursprünglichen, nicht-sexuellen Sinne verbreitet. Für gewöhnlich ist diese sexuelle Vorliebe unbedenklich, nur wenn der Paraphilist anderen schadet, ein gestörtes Sozialverhalten zeigt oder unter seiner Neigung leidet, ist eine medizinisch-psychologische Behandlung angezeigt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vampirismus (10-2-30)




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