Defending

Während Coping einen förderlichen Problemlösungsprozess darstellt, der einsetzt, wenn ein Individuum sich Anforderungen oder Belastungen gegenübersieht, die große Bedeutung besitzen, werden bei manchen Probleme, die als Bedrohung oder Gefährdung erlebt werden, auch defensive Strategien entwickelt. Diese  Form der Abwehr bezeichnet man als Defending, der im Gegensatz zum Coping steht und einen Abwehrprozess beschreibt, in dem die Situation als nicht bewältigbar erscheint und vorhandene Handlungskompetenzen nicht zum Tragen kommen.

Neben Coping wird Defending von manchen Jugendlichen als generelle Bewältigungstechnik bei der Lösung von Entwicklungsaufgaben genutzt werden, wenn sie sich hoher Belastung gegenübersehen und zum Rückzug und zur Vermeidung aktiver Problembewältigung neigen. Diese Abwehrmechanismen reichen von Verdrängung, Vermeidung bis zu unangepasstem Ausagieren auch in Form von aggressivem Fehlverhalten.

Literatur

Stangl, W. (2003). Die Struktur von Entwicklungsaufgaben. [werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/Entwicklungsaufgaben.shtml (03-06-22)



Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017