Ataxie

Ataxien sind Störungen in der Koordi­nation von Bewegungsabläufen, wobei manche Betroffene nur leichte Symptome zeigen, andere sich nur im Rollstuhl fortbewegen können. Bei einer Ataxie führen Nervenschäden im Kleinhirn oder Rückenmark dazu, dass der Betroffene seine Muskulatur nicht mehr koordiniert steuern kann. Eine wesentliche Ursache für eine Ataxie sind Schlaganfälle, aber es finden sich auch vererbbare Formen dieser Erkrankung. Wie heftig die Motorik dabei gestört ist, richtet sich dabei nach dem Ausmaß der jeweiligen Schäden. Es sind bisher mehr als einhundert verschiedene Arten dieser Erkrankung bekannt, wobei diese Vielfalt die Suche nach möglichen Therapien beträchtlich erschwert. Mitunter beginnen die Störungen bereits in der Kindheit, wobei die Lebenserwartung oft stark reduziert ist (etwa 20 bis 30 Jahre).

Ataxie ist in der Medizin bzw. Psychiatrie auch ein Oberbegriff für verschiedene auch manchmal psychisch bedingte Störungen der Bewegungskoordination, wobei eine Ataxie auch dann auftreten kann, wenn keine rein körperliche Ursache wie eine Lähmung vorliegt. Dabei bezeichnet man als Rumpfataxie die Unfähigkeit, gerade zu sitzen, so dass die Betroffenen nur noch mit Hilfe einer Stütze sitzen oder stehen können, während eine Standataxie die Unfähigkeit zu stehen bedeutet, so dass die Betroffenen nur noch mit Hilfe steh- und gehfähig sind. Menschen mit einer Gangataxie haben ein breitbeinig-unsicheres Gangbild, während eine Ataxie bei Zielbewegungen (afferente Ataxie)  zu Bewegungen falschen Ausmaßes führt, etwa zum Daneben-Zeigen, zu überschießend-ausfahrenden Bewegungen oder zu unflüssig-verwackelten Bewegungenund damit zur Unfähigkeit einer raschen Folge antagonistischer Bewegungen.





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