Synapsin

Synapsine sind Membranproteine der synaptischen Vesikel, die zusammen mit Fodrin, Actin und anderen Proteinen am Exocytose-Vorgang an der Synapse beteiligt sind. Die Exozytose ist eine Form des Stofftransports aus einer Zelle heraus, etwa das Ausschleusen von  Neurotransmittern aus einer Nervenzelle, und stellt einen komplexen Prozess dar, der in mehreren Schritten verläuft und durch eine Sequenz von Protein-Protein-Wechselwirkungen gesteuert ist. Synapsine regulieren also die Ausschüttung von Botenstoffen zwischen Nervenzellen, wobei man vermutet, dass Synapsine Lern- und Gedächtnisprozesse verbessern können, indem eine Veränderung der Ausschüttung bei besonders wichtigen Ereignissen besonders leicht erfolgen kann. Synapsine sind ungleich im Gehirn verteilt, kommen aber offenbar in allen Synapsen vor.
Synapsine bewirken genau betrachtet die Fixierung der Vesikel an das Zellskelett und ihre Bewegungen im Axonterminal im Rahmen der Transmitterfreisetzung. Im dephosphorylierten Zustand binden die Synapsine die kleinen Vesikel an die Actinfilamente und andere Komponenten des Zellskeletts, wobei der Calcium-Einstrom bei Depolarisation des Axonterminals die Synapsin-Kinasen aktiviert und so zur Phosphorylierung des Synapsins führt, sodass die Bindung der Vesikel gelockert wird und diese für die Exocytose frei werden. Im Ruhezustand der Zelle flotieren die Vesikel nicht frei im Zytoplasma, sondern sind mit Synapsin in das Aktinskelett des Endknöpfchens eingebunden. Trifft ein Aktionspotential ein, wird dabei die präsynaptische Membran depolarisiert und die spannungsabhängigen Ca2+-Kanäle öffnen sich und es kommt zu einem Einstrom von Ca2+-Ionen in das Endknöpfchen. Das Synapsin wird phosphoryliert und ändert dadurch seine Konformation, die Vesikel lösen sich aus ihrer Verankerung im Zellskelett.

Literatur
https://en.wikipedia.org/wiki/Synapsin (14-09-09)
http://flexikon.doccheck.com/de/Exozytose (14-09-09)http://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/synapsine/12627 (14-09-09)



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