psychosoziales Moratorium

Ein psychosoziales Moratorium bezeichnet eine bestimmte Lebensphase im Lebenszyklus des Menschen, insbesondere die Übergangsphase zwischen Kindheit und Erwachsenen-Identität, in der sich eine langsame Ablösung von den Eltern vollzieht und Orientierungsprobleme auftreten. Die Jugendphase ist für Erikson jene Phase, in der der Mensch seine soziale Rolle festigen muss, wofür ihm die westliche, Gesellschaft meist eine Zeit des Rollen-Experimentierens, rbrn ein psychosoziales Moratorium zur Verfügung stellt, um in ihr seinen Platz finden zu lassen. Im Vergleich zu primitiven oder diktatorischen Gesellschaften, in denen die Rollen festgelegt sind, erfordert die Demokratie eine selbstgemachte Identität, die eine oft mühsame Auswahl aus zahlreichen Möglichkeiten erfordert, sodass die individuelle Identität auch immer durch eine Gruppenidentität bestimmt wird, da sich Identität immer auch in einer wechselseitigen Beziehung ausdrückt.

Literatur
Stangl, W. (2014). Identität.[werner stangl]s arbeitsblätter.
WWW: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/Identitaet.shtml !14-04-21)



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