soziale Intelligenz

Soziale Intelligenz (social skills) ist die Gesamtheit individueller Einstellungen und Fähigkeiten, die im Sinne der Kooperation nützlich sind, eigene Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten eines anderen oder einer Gruppe zu verknüpfen. Soziale Intelligenz umfasst eine Vielzahl von Fertigkeiten, die für die soziale Interaktion nützlich bzw. notwendig sind. Häufig wird dieser Begriff mit der sozialen Kompetenz gleichgesetzt, wobei soziale Intelligenz in dieser Bedeutung nicht allein dem Menschen vorbehalten ist, sondern auch mit in Gruppen zusammenlebenden Tieren wie Primaten, Hunden oder Ratten zu teilen ist.
Übrigens: soziale Intelligenz bedeutet nicht nur, das richtige Handeln zu erkennen, sondern dieses richtige Handeln auch so schnell wie möglich auszuführen, denn ohne eine rasche Auffassungsgabe entstehen in sozialen Interaktionen oft unangenehm lange Pausen. Wer schnell denken kann, wirkt in diesen Situationen als sozial kompetenter, weil er auch eher in der Lage ist, solche Impulse zu unterdrücken, die in unangemessene Reaktionen münden könnten.
Die ersten Versuche von Psychologen, soziale Intelligenz wissenschaftlich zu erforschen, gehenauf Edward Thorndike zurück, der darunter das Vermögen verstand, andere Menschen zu verstehen und gut mir ihnen umzugehen. Daniel Goleman machte schließlich das Konzept der sozialen Intelligenz erst populär, und charakterisiert soziale Intelligenz mit folgenden Merkmalen: sich in jemand hineinzuversetzen, dessen Gefühl wahrzunehmen, entsprechend zu handeln, eine harmonische Verbindung herzustellen, achtsam zu sein, insbesondere in Bezug auf zuhören, die Wahrnehmung kleinster nonverbaler Signale und diese situationsgemäß zu deuten und danach zu handeln.





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