Essenzialismus, Essentialismus

Essenzialismus oder Essentialismus bezeichnet in der Psychologie die wissenschaftliche Annahme, dass etwa soziale Kategorien biologisch fundiert und daher weitgehend durch situative Einflüsse unbeeinflussbar sind. Diese Position führt etwa dazu, dass Unterschiede zwischen Männern und Frauen als naturgegebene Merkmale betrachtet werden.

In der Philosophie bezeichnet der Essenzialismus, dass Entitäten notwendige Eigenschaften besitzen, dass es also notwendige und kontingente Eigenschaften von Dingen gibt, die unabhängig davon sind, wie man die Dinge konzipiert oder beschreibt. Der Ansatz kann bis auf Platon und Aristoteles zurückgeführt werden kann, findet sich aber auch in der Scholastik eines Thomas von Aquin. Nach Poppers eigener Definitionslehre sind Definitionen prinzipiell willkürlich, da sie auf Vereinbarung gründen, d. h., eine Definition kann auch in dem Sinn richtig oder falsch sein, indem sie das Wesen bzw. die Essenz eines Begriffes zum Ausdruck bringen will.




Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017