postkoitale Dysphorie

Postkoitale Dysphorie bezeichnet die scheinbar ohne Grund auftretenden gedrückte Stimmung vor allem von Frauen unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr, wobei manchmal auch Angst oder grundlose Wut und Aggressionen auftreten können. Die postkoitale Dysphorie ist seit der Antike bekannt, wobei beide Geschlechter postkoitale Dysphorie empfinden können und das Ausmaß der Empfindung von Mensch zu Mensch stark variiert.
Diese Störung gehört zu den Sexualfunktionsstörungen, die vermutlich von Bindungsängsten, Unsicherheit, Kontrollverlust, mangelnder Abgrenzung des Ichs und Verlust des Selbstgefühls während des Geschlechtsverkehrs bestimmt wird. Man vermutet, dass etwa jede dritte Frau schon einmal etwas Ähnliches erlebt hat, wobei fünf bis zehn Prozent regelmäßig davon betroffen sind. Es gibt dabei keinen Zusammenhang mit Alter oder Dauer der Beziehung. Vermutet wird auch ein Zusammenhang mit einem hormonellen Abfall durch den Orgasmus.
Ähnliche Auswirkungen zeigt das Postorgasmic Illness Syndrome, das von einem Progesteronmangel oder einer Spermaallergie ausgelöst werden kann, wobei eine solche Verstimmung noch mehrere Tage nach einem Orgasmus auftreten kann.





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