taktile Defensivität

Manche Kinder aber auch Erwachsene sind taktil überempfindlich, wobei eine solche Überempfindlichkeit auf eine Modulationsstörung hindeutet, bei der das Nervensystem die Reize nicht ausreichend modulieren bzw. filtern oder hemmen kann. Eine andere Bezeichnung dieser Form ist daher taktile Abwehr, wobei im Falle der taktilen Defensivität ein Kind vor allem unerwartete Berührungen durch andere Menschen oder Materialien mit einer diffusen Reizqualität wie Schaum, Wolle oder Kleister vermeidet. Es reagiert dann auf solche Berührungen einem entwicklungsgeschichtlichen Muster folgend aggressiv oder defensiv. Häufig versuchen Betroffene daher die Begegnung mit anderen Menschen zu kontrollieren oder meiden generell Situationen, in denen es zu unerwarteten Berührungen kommen kann, wie etwa in Warteschlangen, Diskotheken oder bei U-Bahn-Fahrten. Auf diese Weise kann es zu sozialen Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten kommen.




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