schizoaffektive Störung

Der Begriff schizoaffektiv verweist darauf, dass es zu einer Vermengung zweier Störungsfelder kommt, denen jeweils eigen­ständige Krankheitsgruppen zugeordnet sind, wobei der Begriff „Schizo“ die Symptome der Psychosen des schizophrenen Formenkreises benennt, während „affektiv“ auf die Symptome der affektiven Störungen verweist, also auf bipolare Störungen, Depressionen und Manien.

Neben dem Begriff schizoaffektive Störung ist auch der Begriff schizoaffektive Psychose üblich, wobei man bei einer schizoaffektiven Störung eine größere Nähe zu den affektiven Störungen unterstellt, während wenn man von einer schizoaffektiven Psychose spricht, wenn man eher Parallelen zur schizophrenen Psychose sieht. Der Begiff schizoaffektive Psychose wird daher für Formen der Psychose angewandt, bei der sich Symptome der schizophrenen (Wahn, Halluzinationen) und der affektiven Psychose (depressive, manische Zustände) mischen bzw. gleichzeitig auftreten. Dabei erfüllen sie weder die Kriterien für Schizophrenie noch für eine depressive oder manische Episode.

Es ist grundsätzlich schwierig, affektive und schizophrene Psychosen voneinander zu unterscheiden, da es im Grunde nur einen psychotischen Kernfaktor gibt, der je nach Persönlichkeit, Zeitpunkt und anderen sekundären Faktoren eine jeweils unterschiedliche Ausprägung zeigt, sodass man deshalb eher von einer Einheitspsychose ausgeht.

Siehe dazu auch Aggression bei psychisch Kranken.





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