Blue-Eyed-Experiment

Das methodisch und moralisch umstrittene Experiment wurde von der amerikanischen Lehrerin Jane Elliott konzipiert, wobei ihr Ziel war, ihren Schülern die Gründzüge rassistischen Verhaltens näher zu bringen. In ihrem Experiment erklärte sie alle Kinder mit blauen Augen für minderwertig und wollte damit aufzeigen, dass das Merkmal für eine Diskriminierung durchaus willkürlich gewählt werden kann. Durch die wissenschaftlich klingende Erklärung, dass durch die blauen Augen mehr Licht in den Kopf käme, was zu einer erhöhten Melatoninproduktion und dies wieder zu einer Minderung der Denkleistung führt, funktionierte ihr auf der Attributionstheorie basierendes Ausgrenzungskonzept. Ähnlich wie der Film Die Welle zeigt dieses Experiment die Manipulierbarkeit von Menschen.

Auf diesem Experiment basierende Workshops wurden in zahlreichen Seminaren in Schulen in den USA und auch in anderen Ländern durchgeführt, um  die Folgen von Stigmatisierungen bewusst zu machen und Menschen für diese Strukturen in der Gesellschaft zu sensibilisieren.

Literatur
https://de.wikipedia.org/wiki/Blau%C3%A4ugig_%281996%29 (12-11-21)




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