Coolidge-Effekt

Als Coolidge-Effekt wird in Biologie und Psychologie der wachsende Widerwille männlicher Individuen einer Art bezeichnet, ohne Abwechslung immer wieder mit demselben Weibchen zu kopulieren. In Experimenten bei Rattenmännchen wurde nachgewiesen, dass wiederholter Geschlechtsverkehr mit demselben Weibchen den sexuellen Appetit des Männchens dämpft, während eine gleichbleibende bzw. gleichbleibend hohe sexuelle Aktivität zu beobachten ist, wenn immer andere Weibchen angeboten werden.

Benannt wurde der Effekt nach Calvin Coolidge, einem Präsidenten der Vereinigten Staaten, der angeblich mit seiner Frau eine Farm besuchte, wo Frau Coolidge auf einen Hahn aufmerksam wurde, der gerade eine Henne bestieg. Als man ihr mitteilte, der Hahn vollzöge diesen Akt bis zu zwölf Mal am Tag, soll sie geantwortet haben: „Sagen Sie das meinem Mann!“ Als der Präsident von den Wundertaten des Hahnes erfuhr, fragte er:“Immer mit der gleichen Henne?“ Nachdem ihm versichert wurde, dass es jedes Mal eine andere sei, entgegnete er:“Sagen Sie das meiner Frau!“

Literatur
https://de.wikipedia.org/wiki/Coolidge-Effekt (14-09-30)
Wilson, J. R.,  Kuehn, R. E. & Beach:, F. A.  (1963). Modifications in the Sexual Behavior of Male Rats Produced by Changing the Stimulus Female. Journal of Comparative and Physiological Psychology, 56, 636–644.





Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017