Dunning-Kruger-Effekt

Als Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet man eine Spielart jener kognitiven Verzerrung, nach der inkompetente Menschen eine Tendenz zeigen, das eigene Können zu überschätzen und die Leistungen kompetenterer Menschen zu unterschätzen. Der eher ironisch gemeinte und populärwissenschaftliche denn psychologische Fachbegriff geht auf eine Publikation von David Dunning und Justin Kruger aus dem Jahr 1999 zurück. Dunning & Kruger hatten in Studien entdeckt, dass beim Erfassen von Texten, beim Schachspielen oder Autofahren Unwissenheit häufig zu mehr Selbstvertrauen führt als Kompetenz. Wenig kompetente Personen neigen aber nicht nur dazu, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen, sondern sind häufig auch nicht in der Lage, überlegene Fähigkeiten bei anderen zu erkennen. Der Dunning-Kruger-Effekt spielt in der psychologischen Fachliteratur aber keine wesentliche Rolle, vielmehr kursiert er in Publikationen außerhalb der Psychologie, vor allem in Weblogs und Diskussionsforen des Internet.

Literatur
Kruger, J. &  Dunning, D.(1999). Unskilled and unaware of it. How difficulties in recognizing one’s own incompetence lead to inflated self-assessments. Journal of Personality and Social Psychology. 77, 1121–1134.

Extra: Der Dunning Kruger Blues

[Quelle: https://youtu.be/DrG2c0_EyDE; 16-09-21]





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