Gestaltungstherapie

Die Gestaltungstherapie – nicht zu verwechseln mit der Gestalttherapie – gehört zu den handlungsorientierten Psychotherapieverfahren, wobei diese Therapieverfahren hauptsächlich im Gruppensetting angeboten werden. Ziel ist, durch aktives körperlich Handeln erstarrte Strukturen zu erkennen und bei Bedarf aufzulösen, um gewünschte Veränderungen zu ermöglichen bzw. anzustoßen. Der Begriff Gestaltungstherapie wird in der Regel für tiefenpsychologische Ansätze der Kunsttherapie verwendet, die das bildnerische Gestalten unter therapeutischen Bedingungen begrifflich von professionellem künstlerischem Schaffen unterscheiden wollen.

In der Gestaltungstherapie steht der kreative Prozess des Gestaltens im Vordergrund, wobei sowohl individuelle als auch vorgegebene Themen bearbeitet werden können. Die KlientInnen haben die Möglichkeit, sich handelnd und gestaltend im Hier und Jetzt zu erleben, sowie Neues zu erproben. Gearbeitet wird mit gestalterischen Mitteln wie Ton (Musiktherapie), Farben, Stein, Holz und Papier aber auch mit Sprache, Schrift und Körperausdruck, wie etwa im Psychodrama. Die Gestaltungstherapie wird häufig begleitend zu einer Psychotherapie durchgeführt, wobei die Gruppe entscheidenden Anteil an der Interpretation und Deutung der entstandenen Werke hat.

Musiktherapie
Schottenloher, G. (2008). Kunst- und Gestaltungstherapie. Eine praktische Einführung. München: Kösel.





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