Hypoaktivität

Als Hypoaktivität (Unteraktivität) bezeichnet man die besonders ausgeprägten Leitsymptome des vorwiegend unaufmerksamen ADHS-Subtyps, wobei der Begriff in der wissenschaftlichen Literatur eher selten verwendet wird. Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität führen häufiger bei Mädchen zu deutlichen, vor allem schulischen Leistungseinschränkungen, den die davon Betroffene wirken verträumt, ziehen sich zurück, wirken ruhig und angepasst, arbeiten extrem langsam und meist unmotiviert.

Hypoaktive Kinder und Jugendliche fallen in der Schule besonders durch ihre vergleichsweise sehr langsame Arbeitsweise auf, werden jedoch aufgrund ihrer Zurückhaltung selten durch Unterrichtsstörungen auffällig.  Neben Konzentrationsschwierigkeiten zeigen sich gelegentlich Störungen in der Feinmotorik sowie verzögerte Reaktionen auf äußere Reize, aber auch Teilleistungsstörungen wie Dyskalkulie oder Lese-/Rechtschreibschwäche. Während bei hypoaktiven Mädchen eher eine internalisierende Verhaltensstörung vorliegt, findet man bei Knaben im schulischen Kontext vornehmlich Teilleistungsstörungen. Es fällt den betroffenen Kindern und Jugendlichen meist sehr schwer, Ordnung zu halten und vorauszuplanen, was zu zusätzlichen Problemen bei den Hausaufgaben und beim Lernen führt.

Quelle: http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/PUBLIKATIONEN/RitalinADHS.shtml (12-11-21)





Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017