Übergangsobjekt

Psychologen bezeichnen jene Gegenstände als Übergangsobjekte, die Kindern beim ersten Abgrenzungs- und Ablöseprozess von den Eltern helfen, wobei es sich meist um ein materielles Objekt wie ein Kuscheltier oder eine Schmusedecke handelt, das es dem Kind erlaubt, den Übergang von der ersten frühkindlichen Beziehung zur Mutter zu reiferen Beziehungen zu vollziehen. Häufig tritt dieses Phänomen im Alter von 4–12 Monaten auf. Dieses Objekt ihrer Wahl hilft dann den Kindern auch dabei, etwa Trennungsängste zu lindern, es tröstet und gibt Halt, wenn der Vater schimpft oder die Mutter etwas nicht erlaubt. Viele Kinder sprechen dabei mit ihrem Lieblingskuscheltier, erzählen ihm von ihren Sorgen und Plänen, denn es steht dann stellvertretend für eine feste, sichere Bindung, einen Freund, der immer da ist, der beschützt, zuhört und nie verurteilt. Übrigens verfallen  nicht zufällig viele Kinder in der gleichen Zeit in die Trotzphase.

Übergangsobjekt verlieren später wieder an Bedeutung, da ihnen nach und nach die Besetzungen entzogen werden, jedoch findet in Krisensituationen im Leben häufig eine Regression statt, sodass diese später wieder hervorgeholt werden, um ihre Funktion für den Betreffenden zu nutzen.



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