Kompetenzentwicklung

Kompetenzentwicklung bedeutet in der Tradition der Pädagogik zuallererst die gezielte Verarbeitung von Wissen, wobei dafür besondere Situationen und funktionale Aufgaben zu schaffen sind. Diese Verarbeitung hat zur Voraussetzung, dass bereits beim Lernen verarbeitet wird, also mit diesem Wissen Aufgaben gelöst werden und so Wissen angewendet wird. Kennen oder erklären von Wissen bilden eine notwendige Grundlage für die Entwicklung von Kompetenzen, sind aber in in diesem Verständnis nicht die Kompetenz selbst oder ihr Nachweis. In der Tradition der Pädagogik fällt der Kompetenzbegriff nicht zwangsläufig mit einem Wissensbegriff zusammen, denn etwas zu wissen bedeutet nicht gleichzeitig, auch etwas zu können. Der Kompetenzbegriff ist somit eigenständig und betont Fähigkeiten, Fertigkeiten und wissensbasierte Handlungen, und gehört damit zu den klassischen Bildungszielen in Pädagogik und Fachdidaktik.
Dieser Kompetenzbegriff lässt sich auf Praxisbereiche verschiedener Gruppen von Lernenden beziehen (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Beraterinnen und Berater sowie deren Ausbildnerinnen und Ausbildner), sodass die Entwicklung unterschiedlicher Lehr- und Lernarrangements mit zum Teil unterschiedlichen Inhalten für eine Kompetenzentwicklung notwendig sind.




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