fear of missing out

Die fear of missing out – meist abgekürzt als FOMO – kennzeichnet die Angst, etwas zu verpassen, und ist die Form einer vor allem gesellschaftlichen Beklemmung, Angst oder Besorgnis. Das Phänomen beschreibt die zwanghafte Sorge mancher Menschen, eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes befriedigendes Ereignis zu verpassen und nicht mehr auf dem Laufenden zu bleiben. Dieses Gefühl geht besonders mit modernen Technologien wie Mobiltelefonen und sozialen Netzwerken einher bzw. wird von diesen verursacht oder verstärkt.
Das populärwissenschaftliche Belastungsphänomen des Fear of missing out ist meist dadurch gekennzeichnet, dass Menschen im Alltag von einer Vielzahl an Wahlmöglichkeiten erschlagen zu werden und das Gefühl haben, sich in einer Wahlsituation nur falsch entscheiden zu können. Dieses Phänomen kann übrigens auch rückwirkend auftreten, wenn ein Mensch das Gefühl hat, seine Zeit in den letzten Stunden, Tagen oder Wochen vergeudet zu haben. Wir leben in einer Zeit, in der die Zahl der Wahlmöglichkeiten im Alltag oft ins Unermessliche steigt, wobei ein sich steigernder Druck entsteht, erreichbar sein zu müssen und alles mitzubekommen. Vor allem in sozialen Netzwerken kann die Fear of missing out durch die Unmittelbarkeit der digitalen Kommunikation zur Sucht werden, denn der Informationsfluss ist in der zur Verfügung stehenden Zeit ja nicht einzudämmen bzw. gar nicht zu verarbeiten.
Im übrigen sind junge Menschen stärker von FOMO betroffen als ältere, außerdem junge Männer stärker als junge Frauen, wobei insgesamt Menschen stärker betroffen, die mit ihrem Leben und der Erfüllung ihrer Bedürfnisse wenig zufrieden sind.

Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Fomo (14-12-21)




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