Gyrus cinguli

Der Gyrus cinguli (Gürtelwindung) ist ein innenliegender Teil des Cortex, wobei sich der Name davon ableitet, dass er wie ein Gürtel auf dem Balken auf,iegt und mit ihm von vorn nach hinten verläuft. Beim Gyrus cinguli lassen sich auf Zellebene zwei Bereiche unterscheiden: der vordere Teil (pars anterior) und der hintere Teil (pars posterior). Nach den Funktionen können vom vorderen Teil auch noch die Area subcallosa (unter dem Balken liegend) und die cingulären Motorareale abgrenzen. Der hintere Teil des Cingulums ist mit dem Parietal-, Temporal-, und Frontallappen eng verbunden und ist durch die Regulation von visuell-räumlicher Aufmerksamkeit am räumlichen Gedächtnis gemeinsam mit dem Hippocampus beteiligt.  Der vordere Teil ist eng mit der Amygdala, dem Hippocampus, dem Nucleus accumbens, dem Thalamus und dem insulären Cortex verbunden, wobei seine Aufgabe darin besteht, widersprüchliche Reize gegeneinander abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen. Besonders aktiv ist der Gyrus cinguli beim Stroop-Effekt, bei dem Menschen Farbwörter in widersprüchlichen Farben gezeigt werden, wobei die Schwierigkeit dabei liegt, dass die linke Gehirnhälfte das Wort lesen, die rechte die Farbe benennen muss. Diese widersprüchlichen Informationen werden im Gyrus cinguli verarbeitet und es wird eine Entscheidung für das eine oder das andere getroffen.



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