Anosognosie

Anosognosie bezeichnet das Nichtanerkennen einer Erkrankung wie etwa einer Lähmung durch die betroffene Person, d. h., sie verhält sich so, als existiere die Krankheit überhaupt nicht. Als Anosognosie bezeichnet man somit das Phänomen, dass ein Mensch die Einschränkung oder das Wegfallen einer Körperfunktion nicht beachtet oder nicht wahrhaben will und sich so verhält, als sei die krankhafte Störung nicht vorhanden.

Meist handelt es sich um eine hirnorganisch bedingte Körperschemastörung, in deren Folge körperliche Defizite bzw. Erkrankungen nicht wahrgenommen werden können. Eine Anosognosie tritt meist als Folge von rechtshemisphärischer Parietallappenläsionen auf, etwa nach einem Hirninfarkt oder einer Gehirnblutung. Dabei wird die Existenz des Defizits seitens des Betroffenen nicht nur negiert sondern häufig durch Konfabulationen überspielt.



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