Trainingsraumkonzept

Das Trainingsraumkonzept ist ein Ampelsystem gegen Unterrichtsstörungen und wurd eingeführt, um Unterrichtsstörungen in Schulklassen zu minimieren und die Lernatmosphäre zu verbessern, wobei im Mittelpunkt  die drei Grundregeln des Trainingsraumkonzepts nach Balke (2000) stehen:

  • Alle Schüler hat das Recht ungestört zu lernen.
  • Alle Lehrer haben das Recht ungestört zu unterrichten.
  • Alle müssen die Rechte der Anderen respektieren.

Schüler, die den Unterricht stören, wandern im Ampelsystem weiter nach oben, d. h., wenn Schüler nach zwei Ermahnungen (gelb, orange) ihr Verhalten nicht ändern, gehen sie beim nächsten Regelverstoß (rot) in die Partnerklasse, um dort einen Rückkehrplan zu bearbeiten und somit ihr Verhalten zu überdenken. Weigert sich ein Schüler, in die Partnerklasse zu gehen, wird er zunächst von einem weiteren Lehrer dazu aufgefordert. Weigert er sich weiterhin werden die Eltern benachrichtigt, der Schüler muss umgehend nach Hause gehen und darf erst wieder mit seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten zur Schule kommen. Das Gleiche gilt, wenn der Schüler auch in der Partnerklasse den Unterricht massiv stört. Ohne das Elterngespräch können die Schüler nicht mehr in ihre Klasse zurückkehren. Bei Schülern, die zwei Mal einen Rückkehrplan ausfüllen mussten, werden die Eltern telefonisch benachrichtigt. Nach weiteren zwei Malen erhalten die Eltern oder Erziehungsberechtigten einen Brief, mit der Aufforderung, mit ihrem Kind über das Verhalten in der Schule zu sprechen. Musste der Schüler insgesamt sechs Mal einen Rückkehrplan ausfüllen, darf er erst wieder mit seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten in der Schule erscheinen.

Literatur
Balke, S. (2001). Die Spielregeln im Klassenzimmer. Bielefeld: Karoi Verlag.
Balke, S. & Hogenkamp, A. (2003). Drei Regeln reichen aus. Friedrich Jahresheft. Seelze.




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