Schlaf-Prokrastination

Als Schlaf-Prokrastination bezeichnen Psychologen das Phänomen, dass viele Menschen zu wenig schlafen, weil sie das Schlafengehen wie eine unangenehme Aufgabe aufschieben. In einer holländischen Studie schlief jeder Dritte höchstens sechs Stunden pro Nacht und 84 Prozent der PobandInnen fühlten sich mindestens an einem Tag in der Woche übermüdet, wobei die meisten von ihnen nicht durch äußere Umstände davon abgehalten wurden, mehr zu schlafen, sondern sie waren dazu auf Grund mangelnder Selbstregulation einfach nicht in der Lage.

Experten empfehlen sieben bis neun Stunden, wobei genug Schlaf einen wichtigen Gesundheitsfaktor darstellt, und nicht nur das Herzinfarktrisiko senkt, sondern ausreichender Schlaf hilft auch dem Gehirn, untertags Gelerntes besser zu verarbeiten. Außerdem führen Schlafdefizite zu Gewichtszunahme, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwächen sowie Stimmungsschwankungen. Wer zu wenig Zeit für ausreichend Schlaf zu haben glaubt, sollte sich überlegen, ob langes Fernsehen am Abend, Überstunden im Büro oder Ähnliches es tatsächlich wert sind, die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzten. Man sollte nach Expertensicht die Schlafenszeit genauso in den Tagesablauf einplanen wie Zeiten für Sport, Hobbys oder Arbeit.

Literatur
Kroese, Floor M., De Ridder, Denise T.D., Evers, Catharine & Adriaanse, Marieke A.(2014). Bedtime procrastination: introducing a new area of procrastination. Front. Psychol. 5:611. doi: 10.3389/fpsyg.2014.00611.





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