Präpulsinhibition

Die Präpulsinhibition ist ein Standardtest zur Messung der Filterfunktion des Gehirns, bei dem über Kopfhörer ein lautes Geräusch ertönt. Bei den Untersuchten tritt daraufhin eine Schreckreaktion ein, die über die Kontraktion der Gesichtsmuskeln mittels Elektroden (Elektromyografie) erfasst wird. Dabei wird zuvor ein schwächerer Reiz als Präpuls gesetzt, sodass die Schreckreaktion geringer ausfällt. Die Präpulsinhibition zeigt dabei die Filterfunktion des Gehirns, denn Filter trennen Wichtiges von Unwichtigem und beugen so einer Reizüberflutung vor. Generell stellt sich das Gehirn durch schwächere Reize auf mögliche weitere Reize ein, wodurch sich der Erschreckungseffekt vermindert. Dieses Phänomen zeigt sich bei zahlreichen Lebewesen und stellt eine evolutionäre Anpassungsleistung dar.

Siehe auch sensorisches gating.



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