laissez-faire-Erziehungsstil

Der laissez-faire-Erziehungsstil – auch laisser-faire-Erziehungsstil – bezeichnet einen extrem nachgiebigen Erziehungsstil und überlässt die Kinder weitgehend sich selbst. Nachgiebige Erziehung hat hat einiges mit dem autoritativen Stil gemeinsam, denn auch nachgiebige Eltern verhalten sich ihren Kindern gegenüber responsiv, unterstützen ihre Selbstständigkeit und Individualität und erfragen bei Entscheidungen ihre Meinung. Jedoch kommunizieren sie wenig Verhaltenserwartungen an das Kind. Weder erwarten sie altersentsprechend reifes Verhalten noch die Einhaltung sinnvoller Regeln des Zusammenlebens. Dass die Kinder diesen (wenigen) Verhaltenserwartungen bzw. Regeln entsprechen, wird nicht konsequent durchgesetzt. Daraus lässt sich folgern, dass nachgiebige Eltern ihre eigenen Bedürfnisse und Rechte häufig denen ihrer Kinder unterordnen.

Merkmale des laissez-faire-Führungsstils gegenüber einer Gruppe:

  • Leiter verhält sich weitgehend passiv, macht minimale Vorgaben
  • Die Rolle des Leiters beschränkt sich z. B. auf das Anbieten von unterschiedlichen Materialien
  • Der Leiter versichert, dass er Informationen und Hilfen gibt
  • Die Arbeitsergebnisse der einzelnen Gruppenmitglieder oder der Gruppe werden kaum bewertet
  • Der Leiter beteiligt sich nicht an der Gruppenarbeit
  • Er verhält sich freundlich aber neutral zur Gruppe und zu den Gruppenmitgliedern

 





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