Drittvariable

Drittvariablen bezeichnen in einem Variablengefüge einer psychologischen Untersuchung jene Variablen, die weder als unabhängige noch als abhängige Variablen zu bezeichnen sind. So kann man beim Vergleich einer Lernbedingung mit einer Kontrollbedingung im Hinblick auf den Erwerb sprachlicher Kompetenzen die Intelligenzleistungen der ProbandInnen als Drittvariablen heranziehen. Diese kann als Moderatorvariable in Erscheinung treten und den Zusammenhang zwischen zwischen der unabhängigen und abhängigen Variable – also Prädiktorvariable und Kriterium – beeinflussen, d. h., moderieren.

Beispiel für eine Drittvariable: In einem psychologischen Experiment könnte man etwa die Intelligenz der ProbandInnen erfassen und bei der Auswertung als Drittvariable berücksichtigen bzw. den Effekt der unterschiedlichen Intelligenzleistungen in einem Test aus den Resultaten herausrechnen. So kann etwa Intelligenz als Prädiktorvariable den Berufserfolg (Kriteriumsvariable) nicht direkt bedingen, sondern indirekt über den Schulerfolg (Moderatorvariable) beeinflussen.

Werden in einem Experiment Drittvariablen nicht erfasst, bezeichnet man diese meist als Störvariablen und erwartet, dass deren Einflüsse sich gegenseitig aufheben.





Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017