Glutamat

Der am häufigsten im Gehirn vorkommende erregende Neurotransmitter ist Glutamat, der die Motorik mitsteuert. Dieser Botenstoff wird mit verschiedenen Problemen in Verbindung gebracht, unter anderem mit epileptischen Anfällen und Migräne. Die Verstärkung von Glutamat-assoziierten Signalen ist aber auch wichtig für Lernvorgänge.

Man hat übrigens im Tierversuch (Kabanova et al., 2015) beobachtet, wie eine spezielle Form von Dopaminproduzenten im Gehirn entsteht und welche Netzwerke diese Zellen bei der Gehirnentwicklung ausbilden, und dabei eine Art neuronaler Datenautobahn entdeckt, indem die Nervenzellen nicht nur Dopamin zur Signalübertragung nutzen, sondern auch das deutlich schnellere Glutamat. Das kann im Zusammenhang mit neurodegenerative Erkrankungen wichtig sein, denn dass die Dopamin produzierenden Neuronen zusätzlich Glutamat als Botenstoff benutzen könnte auch dafür verantwortlich sein, dass bei es bei psychische Erkrankungen zum starren Festhalten an Vorstellungen oder zur Wiederholung von Wörtern und Bewegungen in unpassenden Zusammenhängen kommt.

Siehe auch Gehirndoping.

Literatur
Anna Kabanova, Milan Pabst, Markus Lorkowski, Oliver Braganza, Anne Boehlen, Negar Nikbakht, Leonie Pothmann, Ankita R Vaswani, Ruth Musgrove, Donato A Di Monte, Magdalena Sauvage, Heinz Beck & Sandra Blaess (2015). Function and developmental origin of a mesocortical inhibitory circuit.  Nature Neuroscience, 18, 872–882.





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