morphisches Feld

Als morphisches Feld bzw. morphogenetisches Feld, bezeichnete Rupert Sheldrake ein hypothetisches Feld, das als „formbildende Verursachung“ für die Entwicklung von Strukturen sowohl in der Biologie, Physik, Chemie, aber auch in der Gesellschaft verantwortlich sein soll. Unter einem morphischen Feld vermutet er eine Art unterbewussten Informationskanal für sämtliche Wesen einer Spezies, wobei er  ursprünglich von Pflanzen ausging, eine These aber bald auf Tiere und Menschen und sogar ganze menschliche Gesellschaften ausweitete. Man hatte damals in Experimenten nachgewiesen, dass Sinneswahrnehmungen wie Sehen, Riechen oder Hören nicht nur Menschen und Tieren vorbehalten sind, sondern dass es auch bei Pflanzen, allerdings über andere Kanäle, stattfinden kann. Dieses universelle Feld ist seiner Ansicht nach die Ursache dafür, dass eine Form, die bereits an einem Ort existiert, auch an einem anderen beliebigen Ort entstehen kann, und dass Wissen unter Lebewesen nach diesem Prinzip weitergegeben wird. Als Beweis nahm Sheldrake die Arbeit von William McDougall, der in den 1920er Jahren herausgefunden hatte, dass Ratten schneller durch ein Labyrinth fanden, wenn es andere vor ihnen bereits gelernt hatten. Von der Mehrheit der Naturwissenschaftler wird diese Hypothese als pseudowissenschaftlich abgelehnt, wurde aber von Vertretern der Sozialwissenschaften ernsthaft diskutiert.

 




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