Critical Incident Methode

Bei der Critical Incident Methode bzw. Methode der kritischen Ereignisse werden in der Organisationspsychologie verschiedene Situationen in einem Unternehmen betrachtet, die entweder als problematisch oder gelungen angesehen werden. Das Ziel ist, kritische Situationen zu einer Lösung zu führen, damit sie in gelungenen Prozessen enden können. Kritische Ereignisse sind in der Regel Situationen, in denen es besonders darauf ankommt, dass der Positionsinhaber kompetent und geeignet ist, d. h., starke Positionsinhaber bewältigen diese Situation erfolgreich, wobei sich ihr Vorgehen als sinnvoll, effizient und ökonomisch erweist.

Die Methode der kritischen Ereignisse beinhaltet etwa eine intensive Befragung von KundInnen nach besonders positiven und besonders negativen Erfahrungen mit einem Lieferunternehmen. Kunden werden in entsprechenden Interviews dazu aufgefordert, sich über ihre Erlebnisse mit Verkäufern und Managern des Unternehmens zu äußern und zu schildern, welche besonders negativen oder besonders positiven Konsequenzen bestimmte Unternehmensabläufe für sie gehabt haben. Die Informationen aus dieser meist mündlichen Befragung werden dann in einem mehrstufigen Verfahren ausgewertet, wobei das jeweilige Einzelereignis einer bestimmten Kategorie zugeordnet wird. Das Ziel der Critical Incident Methode ist, festzustellen, ob hier bestimmte Häufigkeiten zu erkennen sind. Danach ist es notwendig die entsprechenden Verhaltensweisen und Kompetenzen zu erarbeiten und zu erlernen. Durch die genaue Analysieren der praktischen Situationen werden jene Ereignisse sichtbar, die einen starken Einfluss auf die Aktivität eines Unternehmens haben, sodass sich die Möglichkeit ergibt, gewünschte Prozesse zu unterstützen und zu fördern, und die eher kritische Prozesse zu vermeiden.

Literatur
Flanagan, J. C. (1954). The critical incident technique. Psychological Bulletin, 51, 327-358.




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