Angstschwindel

Der Angstschwindel ist eine eher diffuse Form eines psychogenen Schwindels, der häufig als Benommenheit, Unsicherheit auf den Beinen, mangelnde Standfestigkeit, Schweben wie auf Wolken, verbunden mit Übelkeit erlebt wird, wobei Haltungsveränderungen diese Schwindelform kaum beeinflussen. Vor allem Agoraphobiker klagen über Schwindel, Ohnmachtsangst und Übelkeit, obwohl sie im Laufe des Lebens kaum ohnmächtig wurden, haben sie aber häufig Angst davor. Bei Menschen mit Angststörungen, die über Schwindelzustände klagen, obwohl keine neurologischen oder organischen Ursachen festgestellt werden können, lassen sich zwei relativ gut abgrenzbare Syndrome unterscheiden: Phobischer Attacken-Schwankschwindel mit und ohne Paniksymptome und psychogene Stand- und Gangstörung. Ohne subjektiven Schwindel im Kopf fühlen sich die Betroffenen “schwindlig auf den Füßen“ und beschreiben ein Schwanken beim Stehen und Gehen, bewegen sich langsam und zögerlich. Die ständige Angst führt zu chronischer Muskelverspannung mit erst recht zu Gleichgewichtsstörungen, d. h., die Betroffenen haben oft Angst vor dem Umfallen, obwohl ihnen dies noch nie passiert ist, und entwickeln agoraphobische Tendenzen.

Literatur
Morschitzky, H. (2004). Angststörungen. Diagnostik, Konzepte, Therapie, Selbsthilfe. Wien: Springer.



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