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Kinderneuropsychologie

Die Kinderneuropsychologie beschäftigt sich vor allem mit Hirnschädigungen infolge von prä-, peri- und postnatalen Einwirkungen (Krankheiten, Intoxikationen, Traumata). Dafür liegen differenzierte neuropsychologisch begründete Diagnose- und Therapieansätze vor. Kinder erleiden bei frühen Schädelhirntraumata häufig bleibende Beeinträchtigungen mit oft gravierenden Spätfolgen, etwa Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen, aber auch Antriebsstörungen.

Die Kinderneuropsychologie hat in letzter Zeit vor allem durch Erkenntnisse von bildgebenden Verfahren an Bedeutung gewonnen und auch Modelle für neue therapeutische Ansätze geliefert.

Wie die Neuropsychologie ist auch die Kinderneuropsychologie ein Teilgebiet der Psychologie und  beschäftigt sich daher mit den höheren Hirnleistungen wie Wahrnehmung, Kognition, Lernen, Gedächtnis, Sprache, Aufmerksamkeit, Psychomotorik, Motivation, Emotion und Bewusstsein bei Kindern. Diese bilden die neurobiologischen Grundlagen sowohl für das Erleben und Verhalten von Kindern. Als interdisziplinäres Forschungsgebiet basiert sie im Wesentlichen auf Ansätzen der experimentellen Psychologie, der Medizin und Biologie. Durch den interdisziplinären Ansatz wird versucht, eine möglichst objektive und ganzheitliche Sicht auf das Kind anzustreben.

Die Forschung im Bereich der Neuropsychologie ist neurowissenschaftlich orientiert und basiert neben neuroanatomischen und neurophysiologischen Grundlagen auf empirischen Befunden, um Zusammenhänge zwischen zu beobachtendem Verhalten und dessen anatomischen, physiologischen und biochemischen cerebralen Grundlagen zu untersuchen. Die neuropsychologische  Forschung will vor allem Zusammenhänge zwischen Hirnfunktionsstörungen und kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten von Kindern finden und Wege für die Therapie aufzeigen.

Im Bereich der Diagnose gehören neben der Beschreibung des aktuellen kognitiven bzw. affektiven Zustandes eines Kindes auch Verlaufsuntersuchungen, gutachtliche Stellungnahmen, Rehabilitationsplanungen und die Aufdeckung von Funktionsstörungen bei morphologisch noch nicht nachweisbaren Hirnschädigungen. Durch gezielte Diagnostik mit standardisierten neuropsychologischen Untersuchungsverfahren versucht man den kognitiven bzw. affektiven Zustand des hirngeschädigten Kindes zu objektivieren, wobei man sich  vor allem auf das Wissen aus der interdisziplinären Hirnforschung stützt.

In der Therapie wird aufbauend aus den diagnostischen Erkenntnissen ein Programm entwickelt, das für jedes Kind individuell und auf die individuelle Schädigung zugeschnitten ist. Ziel einer Therapie ist die Wiedereingliederung des Individuums in seinen Alltag.

Quellen

http://entwicklungsdiagnostik.de/glossar.html (12-11-21)
http://www.kinderneuropsychologie.ch/was-ist-neuropsychologie (16-12-12)



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