Itemschwierigkeit

Als Itemschwierigkeit bezeichnet man in der empirischen Psychologie den Kennwert einer Testaufgabe, der angibt, wie viel Prozent einer Personenstichprobe (Normierungsstichprobe) diese Testaufgabe richtig lösen oder in einem Fragebogen bejahen (Item-Popularität). Die Itemschwierigkeit wird als Wahrscheinlichkeit angegeben und berechnet sich aus der Anzahl der Probanden, die die Aufgabe gelöst oder das Item bejaht hatte, geteilt durch die Anzahl der Personen insgesamt. Somit liegt der mögliche Wertebereich für die Itemschwierigkeit theoretisch zwischen 0 und 1. Der Begriff der Schwierigkeit stammt übrigens aus der Leistungstestdiagnostik und ist im Zusammenhang mit Persönlichkeitsmerkmalen in der Regel eher irreführend.

Je größer der Schwierigkeitsindex ausfällt, desto mehr Personen haben ein Item im Sinne des zu messenden Merkmals beantwortet. Die Bestimmung des Schwierigkeitsindex soll der Auslese solcher Fragen dienen, die entweder von fast niemandem oder von fast allen Personen ‚richtig‘ beantwortet werden, die also entweder viel zu ’schwierig‘ oder viel zu ‚leicht‘ sind. D.h., sie rufen sehr konforme Reaktionen hervor und sind daher letztlich zur Unterscheidung zwischen verschiedenen Individuen nicht brauchbar.




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