Synchronizität

Das Phänomen der Synchronizität umfasst relativ zeitnah aufeinander folgende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind, vom Beobachter jedoch als sinnhaft verbunden erlebt werden. Carl Gustav Jung vermutete, dass durch diese scheinbaren „Zufälle“ eine verborgene Ordnung zu Tage tritt. Jung war der Mystiker unter den Vätern der Psychoanalyse, denn er sah das Individuum in Verbundenheit mit den Ahnen als magisches Wesen. Sogar Wolfgang Pauli glaubte daran, da in seiner Anwesenheit sehr oft experimentelle Apparaturen versagten oder sogar ganz spontan kaputt gingen (scherzhaft als Pauli-Effekt tradiert).  Carl Gustav Jung hat übrigen mit  Wolfgang Pauli ab 1947 einen Briefwechsel über das Phänomen der Synchronizität geführt und nach einer physikalischen Deutung von Synchronizitäten gesucht.

Objektiv betrachtet sind es allerdings immer nur die Menschen, die im Nachhinein Zusammenhänge konstruieren, da sie in allen Ereignissen einen Sinn erkennen wollen, der im Vorhinein nicht vorhanden ist. Schon allein auf Grund des statistischen Zufalls sind aber seltene Koninzidenzen gar nicht so selten bzw. es gibt eine schier unendliche Menge von möglichen Koinzidenzen, die eben nicht synchron stattfinden. Wenn Menschen beginnen, Synchronizität, bzw. Synchronizitäten in ihrem Leben zu bemerken, beginnen sie magisch zu denken.
Gegensatz: Der Begriff Synchronismus bezeichnet dagegen die normale zeitliche Ordnung von Ereignissen.





Falls Sie in diesem Beitrag nicht fündig geworden sind, können Sie mit der folgenden Suche weiter recherchieren:


Das Lexikon in Ihren Netzwerken empfehlen:

You must be logged in to post a comment.

Diese Seiten sind Bestandteil der Domain www.stangl.eu

© Werner Stangl Linz 2017