Quasi-Experiment

Als Quasi-Experimente werden experimentelle Anordnungen bezeichnet, in denen mindestens eine unabhängige Variable aktiv variiert wird, bei denen jedoch eine zufällige Zuteilung der TeilnehmerInnen zu den Untersuchungsbedingungen nicht möglich ist. In experimentellen Untersuchungen sind häufig auch unabhängige Variablen von Interesse, die fest mit den Personen der UntersuchungsteilnehmerInnen verbunden sind, wie Geschlecht, Intelligenz oder Vorwissen. Das bedeutet, dass eine Kontrolle der Störvariablen in solchen Fällen nicht möglich ist. Wegen der unzureichenden Kontrolle von Störvariablen auf Seiten der Versuchspersonen können die Ergebnisse quasi-experimenteller Untersuchungen nur sehr eingeschränkt kausal interpretiert werden. Auch Untersuchungen mit Messwiederholung stellen meist Quasi-Experimente dar, und auch bei vielen angewandten Untersuchungen ist nur eine quasi-experimentelle Anordnung möglich. Die interne und externe Validität eines Quasi-Experiments ist im Vergleich zu Laborexperimenten sehr eingeschränkt.

Quelle
Schreier, M. (2002/03). Einführung in die psychologische Methodenlehre. Skript zur Vorlesung. Universität Köln.




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