Kontrollskala

Als Kontrollskalen – manchmal auch als Lügenskalen – bezeichnet man in der Psychologie Itemgruppen bzw. Kurzskalen, die im Sinne eines Tests die je individuelle Tendenz zur sozialen Erwünschtheit erfassen sollen –  die Social Desirability Scale von Crowne & Marlowe (1964). In den Items sind Verhaltensweisen beschrieben, die gesellschaftlich eindeutig negativ bewertet werden, aber zugleich so häufig auftreten, dass es ausgesprochen unwahrscheinlich ist, dass jemand die entsprechenden Verhaltensweisen selbst tatsächlich noch nie gezeigt hat. So haben die meisten Menschen schon einmal zu einer Notlüge gegriffen, obwohl Lügen gesellschaftlich negativ sanktioniert sind. Je häufiger jemand angibt, sich nie in der beschriebenen Weise zu verhalten, desto höher ist seine oder ihre Tendenz zur sozialen Erwünschtheit.

Siehe auch Aquieszenz.

Literatur
Crowne, D. P. & Marlowe, D. (1964). The Approval Motive. New York: John Wiley & Sons.





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