Messung

Der Begriff der Messung in der Psychologie bezeichnet ein methodisches Verfahren, bei dem beobachtete Verhaltensweisen, Äußerungen usw. Zahlen so zugeordnet werden, dass die Beziehungen zwischen den Beobachtungen durch die Beziehungen zwischen den Zahlen abgebildet werden. Wissenschaftstheoretisch ist damit die Abbildung eines empirischen Relativs (Beobachtungen) durch ein numerisches Relativ (Zahlen) in homomorpher Weise, d. h., dass die Beziehungen in dieser Abbildung erhalten bleiben.

Bei einer Messung in der Psychologie soll die Persönlichkeit der Forscherin bzw. des Forschers so weit als eben möglich ausgeschaltet werden, ihr/sein Standpunkt entsubjektiviert sein. Eine solche entsubjektivierte Organisation des Forschungsprozesses macht eine Wiederholung der Beschreibungen und prinzipiell auch eine Identifizierung der beschriebenen Phänomene möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass erneut wieder Forschungssysteme eingerichtet werden können, die nach den gleichen Normen arbeiten.

Literatur
Stangl, W. (2008). Messung als Modellbildung.
WWW:  http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/FORSCHUNGSMETHODEN/Modellbildung.shtml (08-08-08)



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