leichte kognitive Störung

In der gerontopsychologischen Forschung verwendet man in neuester Zeit häufig den Begriff der leichten kognitiven Störung – mild cognitive impairment -, wobei man darunter kognitive Defizite subsumiert, die über die Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit infolge des physiologischen Alterungsprozesses hinausgehen, aber nicht den Schweregrad einer dementiellen Erkrankung zeigen. Zwar handelt es sich bei der leichten kognitiven Störung noch um keinen einheitlichen Begriff, zentral sind aber bei diesem Symptombild leichte Beeinträchtigungen des Gedächtnisses bei sonst unauffälligen Leistungen in anderen kognitiven Bereichen. Nach Petersen et al. (1999) definierte man folgende Kriterien:

  • Subjektive Gedächtnisstörungen (evtl. bestätigt durch Bezugspersonen).
  • Keine Beeinträchtigungen in den Alltagsaktivitäten.
  • Normales allgemeines kognitives Funktionsniveau.
  • Objektivierbare Störungen des episodischen Gedächtnisses.
  • Keine Demenz.

Literatur
Petersen, R.C., Smith, G.E., Waring, S.C., Ivnik, R.J., Tangalos, E.G., & Kokmen, E. (1999). Mild cognitive impairment: Clinical characterization and outcome. Archives of Neurology, 56, 303-308.




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